Die Hackerbrausen Club-Mate und neuerdings Leetmate kennt ja vermutlich jeder – Koffeinhaltige Mate-Eistees mit Kohlensäure. Zum Trinken, Genießen und Wachbleiben. Der Ziel dieses Projekts ist, einfach mal so zu versuchen, sich einen Mate-Eistee selber zu brauen.
Flavours
Wenn das ganze dann mal fertig ist, wird man sich verschiedene Geschmacksrichtungen bauen können:
- Zuckerfrei
- Zucker normal
- Zuckerschock zum totalen Abgehn
- Mild/Herb (Ziehzeit)
- Blubber? (Erstmal SodaMaxx ausprobieren)
- Vielleicht noch Koffeingehalt... siehe auch Ziehzeit
Kohlensäure
Ideen:
- SodaMaxx
- Sirup herstellen: Ca. 4-5fache Teeblattkonzentration und dann mit viel Zucker einkochen und heiß abfüllen. Bei Bedarf dann mit Sprudel verdünnen. Bleibt rauszufinden, ob dabei auch genug Koffein übrig bleibt.
Siehe auch
Es gibt noch verschiedene andere Open Mate-Projekte.
Versuche
v0.1 (derf, 2011-03-09)
Zutaten
- 400ml kochendes Wasser
- 4 gehäufte TL Matetee
- 200ml Eiswürfel
- 2 gestrichene EL Zucker
Zubereitung
Der Matetee hatte 8 Minuten Zeit zum Ziehen und wurde dann mit den Eiswürfeln möglichst schnell abgekühlt. Anschließend kam der Zucker dazu, einmal gut umrühren und in Gläser abfüllen
Resultat
Zunächst einmal: Verdammt, es waren viel zu viele Eiswürfel. Raus kamen zwei eiskalte Gläser mit Rest-Eiswürfeln und Gefrierschrankfeeling, die erstmal 'ne Weile auf angenehme Trinktemperatur kommen mussten.
Beim Geschmack macht sich natürlich zuerst mal die fehlende Kohlensäure bemerkbar, aber da fällt mir spontan auch keine ad-hoc-Methode ein, um welche hinzuzufügen. Abgesehen davon ist dieses erste Spontanexperiment 'ne ungefähre Mischung aus Club-Mate und Leetmate - Deutlich milder als Leetmate, aber schmeckt weit mehr nach Mate als Club-Mate. Vom gefühlten Zuckergehalt kommt es dafür der Club-Mate eher nahe. Die Wirkung ist schonmal nicht enttäuschend, die wichtigsten Zutaten (Koffein und Zucker) sind schließlich ausreichend vorhanden.
Fazit: Nächstes mal weniger Zucker (1EL auf 500ml? 1EL auf 1000ml? Needs calibration), zumindest für meinen Geschmack war der zu präsent. Und eine längere Ziehzeit wäre mal eine Idee wert – das geht dann u.U. auf Kosten des Koffeingehalts, aber etwas mehr Mategeschmack muss auch sein. Eventuell könnte man auch mal den Eistee mit Sprudel mischen, aber ob das dann so gut geht...
Weitere Versuche folgen, und wer das mal selber nachprobieren möchte, ruhig derf@chaosdorf.de mit Ergebnissen anschreiben, damit ich die hier einarbeiten kann. Je mehr, desto schneller kommt auch was gutes bei raus ;-)
Und wer einfache Methoden zum Versetzen mit Kohlensäure kennt, immer her
damit!
Update: Atari-Frosch brachte mich gerade auf die Idee, für die Kohlensäure
'nen SodaMaxx zu benutzen. Theoretisch müsste hier sogar noch einer im Keller
stehen...
v0.2 (derf, 2011-03-11)
Zutaten
- 1000ml kochendes Wasser
- 500ml Eiswürfel
- 5 gehäufte TL Matetee
- 2 gestrichene EL Zucker
Zubereitung
Den Tee hab ich diesmal 20 Minuten ziehen lassen, und das auf 'ner Herdplatte, damit das Wasser auch beständig heiß bleibt. Wegen der höheren Ziehzeit war es diesmal auch eine verhältnismäßig geringe Menge Teeblätter. Der Zucker kam diesmal schon vor dem Schnellabkühlen dazu.
Resultat
Diesmal kamen die Eiswürfel genau aus :-)
Heraus kamen dann 1.5l Flüssigkeit, die vom Aussehen her nicht mehr viel von Leetmate unterschied. Geschmack war dafür aber fast gar keiner vorhanden, die Rechnung, dass mehr Ziehzeit weniger Teeblätter bedeutet ging nicht auf. Schmeckt sehr fade, fast nach gar nix. Morgen kommt der nächste Versuch.
Ich hab auch noch 'ne Mail von jemandem gekriegt, der sich selbst Almdudler braut: Stark konzentrierten Sirup mit viel Zucker einkochen und dann heiß abfüllen, und bei Bedarf mit Sprudel verdünnt trinken. Auch mal 'nen Versuch wert.
v0.3 (derf, 2011-03-11)
Zutaten
- 500ml kochendes Wasser
- 11 gehäufte TL Matetee
- 10 gestrichene EL Zucker
- ca. 1000ml Sprudel
Zubereitung
Tee 10 Minuten ziehen lassen, anschliesend mit Zucker abkochen. In Flasche abfüllen, abkühlen lassen und dann im Kühlschrank lagern. Bei Durst 2-3 Teile Sprudel auf 1 Teil Mate mischen.
Resultat
Eigentlich sollte da ja Sirup rauskommen, aber dazu hab ich dann leider viel zu viel Wasser genommen. Aber Mischen mit Sprudel geht so oder so, ändert ja nur das Mischungsverhältnis. Auch wenn u.U. wieder zu viel Zucker drin ist.
Schnapsidee des Tages: Matesirup als Brotaufsrich!
Verköstigung: Es sprudelt. Und es schmeckt nach Zucker und etwas Mate.
Von den Vorbildern ist es noch sehr weit entfernt, aber es ist schonmal
definitiv... genießbar.
Was wohl noch fehlt: Säuerungsmittel (Zitronensäure oder so). Und nächstes mal auf jeden Fall ein stärkeres Konzentrat, ggf. den Zucker erst später hinzufügen.
v0.4 (derf, 2011-03-29)
Diesmal mit anderem Matetee: "3 Teelöffel auf 1L, 2 Minuten mit 60 Grad heißem Wasser ziehen lassen".
Zutaten
- 250ml nicht mehr kochendes Wasser (geschätzt ca. 80 Grad)
- 2 gehäuftle TL Matetee
- 2 gestrichene TL Zucker
- 250ml Sprudel
- 8 Tropfen Citronat (Zitronenfoo)
Zubereitung
3 Minuten ziehen lassen, auf 2 Gläser aufteilen. Pro Glas: 1TL Zucker, mit Sprudel auffüllen, 4 Tropfen Citronat. (Im Kühlschrank) abkühlen lassen, trinken.
Resultat
Meh. Schmeckt grob wie Limo, aber von der Mate kriegt man zu wenig mit, und viel Limo ist's auch nicht. Diesmal hab ich offenbar eher zu gering als zu stark dosiert...
v0.5 (derf, 2011-06-07)
Bei einem Blick auf das Etikett einer Flasche Club-Mate (hätte ich auch früher mal machen können...) stellte sich heraus, dass sie gerade mal 1g Zucker / 100ml Flüssigkeit enthält. Neue Versionen also mit schön wenig Zucker und dann mit Zitronat experimentieren...
Zutaten
- 250ml heißes Wasser, ca. 90 Grad
- 3 gehäufte TL Matetee
- 3 gehäufte TL Zucker
- 250ml Eiswürfel
- 500ml Sprudel
- 12 Tropfen Zitronenfoo
Zubereitung
3 Minuten schon mit Zucker ziehen lassen, dann wieder auf 2 Gläser aufgeteilt. Mit den Eiswürfeln schnell abkühlen, Zitronenfoo rein und Sprudel dazu.
Resultat
Zucker und Säuerungsmittel kommen wohl hin, aber das Ganze schmeckt viel zu laff. In 'ner Flasche Clubmate sind ≥ 2g Mate-Tee enthalten, in meinem Fall kommen auf eine Flasche definitiv weniger. Mal schauen...




