02.11.2004 22:58 - Vortragsreihe Kryptographie - Datenträgerverschlüsselung
Am 16.11.2004 findet um 19:30 im ghaus ein Vortrag zum Thema Datenträgerverschlüsselung statt. Dies ist der erste Teil unserer Vortragsreihe zu Kryptographie und befasst sich mit den praktischen Möglichkeiten Festplatten und andere Datenträger auf verschiedenen Betriebssystemen zu verschlüsseln. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
27.04.2004 23:49 - Kundgebung gegen die unkontrollierte Einführung von RFID
- am 4. Mai 2004 ab 13:30 Uhr
- vor dem Hilton Hotel Düsseldorf
- Georg-Glock-Str. 20 (neben der FH-Düsseldorf)
RFID, Smart Chips, Green Tags, all diese Begriffe bezeichnen das gleiche: kleine Schnüffelchips, die per Funk eine Ziffern- und Buchstabenfolge aussenden, sobald sie sich in der Nähe eines aktiven Lesegerätes befinden. Diese Chips bieten viele Vorteile für Industrie und Handel - und gleichzeitig eine große Gefahr für die Privatsphäre.
Seit einem Jahr testet insbesondere die Metro-Gruppe (Kaufhof Galeria, Saturn, Media Markt, real, Praktiker, extra und andere) im Extra-Future-Store in Rheinberg bei Duisburg und anderswo sogenannte "RFID-Tags" unter einigen Preisetiketten und in den Payback-Kundenkarten. Hier läuft ein Feldversuch, dessen Folgen noch nicht abschätzbar sind.
Die Zeitung «Das Handelsblatt» führt am 3. und 4. Mai 2004 im Hilton Hotel Düsseldorf eine Fachtagung zum Thema Radio Frequency Identification (RFID) durch. Kritische Betrachter dieser Technologie wurden als Referenten nicht geladen. Aus diesem Grund ruft der Chaos Computer Club in seiner zusammen mit dem FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.) zur Kundgebung vor dem Hilton Hotel auf. Die Teilnehmer der Tagung werden während die Kundgebung statt findet zum Metro Future-Store nach Rheinberg aufbrechen. Durch unsere Kundgebung möchten wir sie auf die Risiken durch die Nutzung von RFID aufmerksam machen und Inspiration zum Nachdenken während der Busfahrt geben.
Unsere Forderungen
- Keine unkontrollierte RFID-Einführung!
- Wir fordern auf die RFID-Tests vorerst einzustellen.
- Weiterhin fordern wir von Firmen, die mit RFID experimentieren, deren Einsatz planen oder sonstwie im Bereich RFID als Nutzende auftreten, auf, ein Gremium zu finanzieren, bei dem Regeln und Gesetze für die gesellschafts- und demokratieverträgliche Einführung der RFID-Technik entwickelt werden.
Unsere Forderungen ausführlich
Was ist das Problem mit RFID?Der Handel jubelt über RFID - die Chips sollen Logistik und Lagerwirtschaft in ein goldenes Zeitalter führen. Verbraucher- und Datenschützer warnen: Kunden-überwachung und das Ausspionieren von Verbraucher-Gewohnheiten werden unbemerkt möglich. "BigBrother" lauert im Frischkäse ...
Was ist RFID?RFID = Radio Frequency IDentification. Eine Antenne sendet einen Funk-Impuls und der Schnüffelchip im Etikett sendet eine weltweit einmalige Nummer zurück. Nähere Fakten und Mythen.
Ausführliche Informationen bietet das internationale Positionspapier zu RFID diverser Verbraucherschutzorganisationen.
Presse/KontaktFür Pressevertreter stellen wir unser gesammeltes Wissen und unsere persönlichen Erfahrungen und Eindrücke gerne in Interviews zur Verfügung.
Per Telefon beim Pressesprecher des Chaos Computer Club, Lars Weiler, Tel. 0171-1963258 oder via E-Mail unter presse@ccc.de
21.04.2004 01:52 - Angriff auf TCP
Soeben wurde das NISCC Advisory zu RST-Angriffen auf TCP veröffentlicht.
Jens Achenbach
26.02.2004 20:05 - Demo gegen den Mißbrauch von RFID am Samstag in Rheinberg
Bei RFID, also funkgestützte Etiketten, die den altbekannten Barcode auf Produkten über kurz oder lang ablösen sollen, ist jetzt schon Missbrauch zu Ungunsten des Verbrauches bekannt. Von daher ruft der FoeBuD mit Unterstützung von anderen Organisationen (u.a. dem CCC) am Samstag in Rheinberg bei Moers zu einer Demo auf.
Die Demo findet ab 13 Uhr am Bahnhof in Rheinberg statt, führt durch die Innenstadt, hin zum Future Store der Metro-Kette. Dort wird der im Live-Betrieb erprobte «Schnüffelchip» begutachtet und es gibt Möglichkeiten zum testen.
Anreise mit der Bahn: 11:45h, Gleis 17, Düsseldorf Hbf
Weitere Infos unter www.stoprfid.de
15.02.2004 20:48 - Wegschauen hilft nicht
Die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen e.V. (VDJ) hat mit bemerkenswerter Verzögerung ein Thema aufgewärmt, das wir mit ihnen vor mehr als zwei Jahren auf einer Veranstaltung im zakk diskutiert haben: Die Zensur-Bestrebungen der Bezirksregierung Düsseldorf.
Was hat sich getan in diesen zwei Jahren? Einen guten Überblick bietet die Chronologie des Grauens. Neben vielen Initiativen, unterschiedlichen Gerichtsurteilen und unzähligen Presse-Mitteilungen gab es da noch das von der Bezirksregierung unterstützte Projekt "Filter-Pilot" der Firmen Bocatel, Webwasher und Intranet. Trotz vollmundiger Versprechungen beim Start des Projektes im Dezember 2001 konnten die beteiligten Firmen bislang keine funktionierende Lösung öffentlich präsentieren.
Die Webseiten des Projektes http://www.bocatel.de/de/filterpilot/ (die nicht existente Seite ist in dieser Form von der deutschen Startseite http://www.bocatel.de/de/about.htm verlinkt) bzw. http://www.jugend-ms.net/ führen das Scheitern deutlich vor Augen.
Wir sehen uns daher in unserer Auffassung bestätigt, daß eine wirksame Sperrung gewisser Internet-Inhalte nur mittels zentral kontrollierten, technischen Strukturen möglich ist, die man sonst nur in autoritären Staaten wie China, Kuba oder Saudi-Arabien vorfindet.
Die VDJ hat in ihrer Stellungnahme zur Sperrung strafbarer volksverhetzender Internet-Angebote nur altbekannte Argumente zu bieten:
«Auch das Internet unterliegt den allgemeinen Gesetzen und der Verfassung.»Das Internet unterliegt eben nicht der deutschen Verfassung. Äußerungen, die in Deutschland strafbar sind, fallen in vielen anderen Ländern unter die dort geltende Meinungsfreiheit. Ein Server-Betreiber in den USA wird sich nur höchst selten dafür interessieren, was die Bezirksregierung Düsseldorf oder die VDJ von seinem Angebot hält.
«Letztere [die Verfassung] verpflichtet mit ihrem unbedingten Bekenntnis zur Menschenwürde staatliche Stellen zum Schutz vor rassistischer und faschistischer Gewaltpropaganda.»Die geforderten Maßnahmen stellen keinen Schutz vor rassistischer Propaganda dar. Die fraglichen Inhalte sind nach wie vor verfügbar und interessierte Leser werden über eine der vielen Umgehungsmöglichkeiten an diese Inhalte kommen. Nicht-interessierte Leser hingegen werden praktisch niemals zufällig auf diese Inhalte stoßen.
«Die VDJ fordert die Bezirksregierung Düsseldorf auf, dem Druck der Wirtschaft und interessierter Politiker nicht nachzugeben, welche aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen den Zugang auch zu strafbaren Internetinhalten uneingeschränkt offen halten wollen»Der CCC Düsseldorf fordert die Bezirksregierung Düsseldorf auf, dem Druck der Wirtschaft (Bocatel, Webwasher, Intranet) und interessierter Politiker nicht nachzugeben, welche aus wirtschaftlichen oder politischen Gründen den Zugang zu frei verfügbaren Informationen beschränken wollen und damit das von der Verfassung garantierte Recht auf Informationsfreiheit in Frage stellen. Denn «jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.» (Artikel 5, Grundgesetz)
«Die VDJ fordert die verantwortlichen Stellen mit allem Nachdruck auf, dem Beispiel der Bezirksregierung Düsseldorf zu folgen und endlich gegen Hass, Rassismus und Gewalt im Internet aktiv zu werden.»Auch wir wollen gegen Hass, Rassismus und Gewalt im Internet aktiv werden, ziehen aber deutlich andere Methoden vor. Die VDJ fordert virtuelle Scheuklappen, die den Blick auf die vorhandenen Inhalte versperren - sofern man nicht wirklich drauf schauen will.
Dieser wenig erfolgversprechende Ansatz hat dabei gravierende Nachteile: In Deutschland müsste eine zentrale Kontroll-Infrastruktur geschaffen werden, die dem einzelnen Bürger vorschreibt, was er sehen darf und was nicht. Diese Ansicht der VDJ ist umso bedauerlicher, setzt man sie in Bezug zu dem Anspruch der VDJ an sich selber:
«Wir fördern Projekte, die der Unterstützung demokratischer Entwicklungen dienen, sowie der Verteidigung von Menschen-, Bürger- und Freiheitsrechten»Eine zentrale Kontroll-Infrastruktur bedroht die Freiheitsrechte aller Menschen und ist einer Demokratie unwürdig. Unbequeme Meinungen bekämpft man nicht mit Scheuklappen sondern mit den besseren Argumenten.
«Ihre Meinung ist mir zwar widerlich, aber ich werde mich dafür totschlagen lassen, daß Sie sie sagen dürfen.»--Voltaire
10.02.2004 23:11 - Wann wird sich wo getroffen? Was passiert denn da so?
Das mögen wohl die beiden häufigsten Fragen sein, die uns in letzter Zeit erreicht haben.
Wie man auf unserer Treffen-Seite lesen kann, gibt es zum einen unseren Clubraum in Düsseldorf-Bilk, in dem wir uns regelmäßig (mindestens jeden Dienstagabend ab etwa 19 Uhr) treffen. Da es dort vertrauter zu geht, bitten wir Interessierte sich vorher bei uns zu melden (z.B. im Kanal #chaosdorf im IRC-Net oder per Mail an mail@chaosdorf.de.
Zusätzlich bieten wir offene Treffen als Themenabende an. Diese sind recht unregelmäßig, denn nicht immer haben wir ein interessantes Thema. Im Grunde haben wir für den zweiten Dienstag im Monat einen Raum im zakk. Doch das zakk braucht seine Räume öfters selbst, sodass wir nicht da rein können. Eigentlich gibt es auch eine Raumabsagenseite des zakk, doch die wird wohl genauso wenig gepflegt wie unsere Seiten... So kann es vorkommen, dass wir uns kurzfristig entscheiden, nicht ins zakk zu gehen (z.B. wenn es dort eine Karnevalssitzung gibt). Grundsätzlich werden offene Treffen auch als News mit Themennennung angekündigt. Denn öde im zakk rumsitzen will keiner.
Bleibt nur noch die Frage, was beim Treffen «so abgeht». Das ist sehr schwierig aufzulisten, wenn man es nicht mal selbst mit erlebt hat. Beispiele wären Diskussionen zu aktuellen Themen aus dem Bereich Computer, Gesellschaft, Sicherheit, Terrorismus usw., Basteln an moderner als auch alter Computertechnik, Pizza (schreckliche Webseite, aber super Pizza) futtern, Club-Mate trinken, sich einem Projekt (Achtung! nicht alle Projekte sind auf der Seite genannt) widmen, gemeinsame Fahrten zu Veranstaltungen planen, den ?Clubraum umbauen und verschönern, einen Film gucken oder einfach mit anderen vor sich hin gammeln.
Sollten noch Fragen offen sein, kann mit uns über die bekannten Kommunikationskanäle Kontakt aufgenommen werden.
01.01.2004 20:18 - Willkommen im Jahr 2004
Der Congress ist vorrüber, das Jahr ist noch jung, das Leben im Chaosdorf geht weiter.
Eine schlechte Nachricht gibt es zum Anfang des Jahres: Im Januar gibt es keinen öffentlichen Treff im zakk, da dieses bis Mitte des Monats geschlossen hat. Wer dennoch Kontakt zu uns aufnehmen möchte, kann in unserem «Wohnzimmer» im Netz, dem Kanal #chaosdorf im IRC-Net vorbeischauen oder auch bei einem unserer normalen Dienstagstreffen im Clubraum teilnehmen.